kindle-381242_1920Privatleben und Familie

Die Digitalisierung hat auch massive Auswirkungen auf unser Privatleben und die Familie. Neue Technologien revolutionieren das private Umfeld und öffnen eine ganz spezielle Kluft zwischen den Generationen (Großeltern, Eltern, Kinder).

Smartphones

Auf unserem Smartphone tragen wir mittlerweilen unser Leben mit uns herum. Wenn es gestohlen wird, ist das ein echtes Problem für uns. Das Smartphone verwaltet alle unsere Kontakte, unseren Kalender, wir tragen Kopien der wichtigsten Dokumente mit uns digital herum, es ersetzt die Kundenkarten beim Einkauf. Es ist ein Ortungsgerät, das uns sagt, wo wir gerade sind, das uns aber auch sagen kann, wo sich andere Menschen gerade befinden, wo sich unsere Kinder herumtreiben. Es ist  Navigationssystem, das uns sagt, wohin wir wie mit dem Auto hinfahren. Und natürlich ist es auch Fotoapparat und Videokamera. Es ist unser wichtigstes Kommunikationsgerät, um mit unserer Familie und unseren Freunden in Kontakt zu bleiben. Telefoniert wird damit aber immer weniger, immer mehr findet solche private Kommunikation über Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Whatsapp statt.

Fotografie

Dass Fotoapparate keine Filme mehr benötigen weiß mittlerweile auch schon die ältere Generation. Jedes Handy ist ein Fotoapparat und eine Videokamera. Handies laden geschossene Fotos automatisch in die “Cloud”, speichern, wo sie geschossen wurden und veröffentlichen sie in sozialen Medien. Usability ist das Schlüsselwort des großen Erfolges. Traditionelle Fotoapparat-Hersteller wie Nikon und Canon kämpfen mit der handy-Komkurrenz und erweitern Fotoapparate um Video- und Netzwerk-Funktionen.

Medienkonsum

Am deutlichsten wird die Revolution im Privatleben derzeit im Mediensektor sichtbar. Fernsehen im traditionellen Sinne wird von der Jugend kaum mehr wahrgenommen. Fernsehen, aber auch CDs und DVDs werden zunehmend durch Streaming und On-Demand-Downloads ersetzt. Dass man zu einer bestimmten Zeit vor der “Kiste” sitzen muss, um eine Sendung zu sehen, kennen Jugendliche nicht mehr. Netflix und TVThek benötigen kein Fernsehgerät mehr. UPC zum Beispiel bietet alle seine Sender auch über Streaming an (Horizon Go). Auch Radiosendungen werden zunehmend online gehört, der Unterschied zu Podcasts verschwimmt zusehens.

Zeitungen und Zeitschriften werden zum Premium-Produkt. Hochglanzmagazine, die Lifestyle vermitteln, haben noch guten Absatz – normale “News” verschafft man sich aber immer weniger auf Papier und immer mehr im Internet.

Einkaufen

Auch unser Einkaufsverhalten hat sich verändert. Wenn man etwas benötigt, sieht man schnell auf Amazon nach und bestellt Zutaten fürs Brotbacken genauso wie einen Ersatz für die kaputt gegangene Küchenmaschine oder Computerzubehör. Wer gerade nicht auf Amazon kauft, sieht zumindest auf Geizhals.at nach, wo man gerade das günstigste Gerät bekommen kann.

Sogar das Essen kommt zusehens “Online”. Portale wie lieferservice.at oder mjam.net bieten an, Essen frisch aus der Umgebung nach Hause zuzustellen.

Und wenn man unterwegs ist, kann man am Smartphone besuchte Lokale oder Orte mit Foursquare, Tripadvisor oder Lokaltester.at bewerten oder davon profitieren, welche Bewertungen andere abgegeben haben und danach entscheiden, wo man sein Abendessen genießt.

Bankgeschäfte

Online ist mitterweile der Standard bei Banken. Wenn man eine Bankfiliale besucht, weiß man mittlerweile oft nicht mehr, ob man wirklich in einer Bank ist. Beratung gibt es kaum noch. Die Banken sind in der Krise und versuchen ihre Ausgaben (vor allem Personal und Filialen) zu reduzieren. Der Kunde wird auf die Telebanking-Applikationen gedrängt, bzw. – falls er kein Internet hat – zu den Bankomaten im Foyer der Banken. Neue Zahlungsmethoden wie PayPal und BitCoin drängen stark in das Geschäftsfeld der klassischen Banken und verdängen diese im Internet zusehens. Unsere Mobiltelefone werden zu Geldbörsen und ersetzen viele der klassischen Bankomat- und Kreditkarten.

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