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    Erich Pekar
    Teilnehmer

    https://derstandard.at/2000093566193/Social-Bots-machten-im-Netz-Stimmung-gegen-Migrationspakt

    Sehr hoher Anteil von Programmen an Tweets zu Thema

    In der Debatte über den UN-Migrationspakt haben einer Untersuchung zufolge außergewöhnlich viele Social Bots im Internet Stimmung gegen die Übereinkunft gemacht. Das berichtet die “Welt” unter Berufung auf eine Analyse der Firma Botswatch, für die hunderttausende Twitter-Botschaften ausgewertet wurden.

    Demnach sind mit 28 Prozent mehr als ein Viertel aller Tweets zum Migrationspakt auf Social Bots zurückzuführen, also auf programmierte Teilnehmer in sozialen Netzwerken, die sich als reale Menschen ausgeben. Den Analysten zufolge liegt der Durchschnitt bei politischen Diskussionen sonst etwa bei der Hälfte (zehn bis 15 Prozent).
    Der beim Migrationspakt beobachtete Anteil von Social Bots an einer Diskussion ist laut Botswatch so hoch wie seit der deutschen Bundestagswahl nicht mehr.

    Für die Studie untersuchte Botswatch rund 800.000 Tweets, die zwischen dem 24. November und dem 2. Dezember veröffentlicht wurden.

    Bots treten meist anonym, ohne plausiblen Namen und Foto, in Erscheinung, geben immer nur zu bestimmten Themen Kommentare ab und haben keine oder nur sehr wenige Follower. In vielen Fällen posten Bots hierzulande rechte und islamfeindliche Statements und streuen manchmal Falschmeldungen. Werden Bots in den Meinungskampf geschickt, steckt oft das Ziel dahinter, Nutzern zu suggerieren, dass im Netz eine bestimmte Meinung vorherrsche. Es geht darum, Präsenz zu zeigen, Debatten an sich zu reißen, manchmal auch einzuschüchtern.

    Dieselben Netzwerke, die gegen den Migrationspakt aktiv sind, sind demnach auch beim Thema Dieselfahrverbote aktiv. Auf mögliche Hintermänner der Social Bots geht die Analyse nicht ein.

     

Replies
  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 683
    #20981 |

    Wissenschafter orten Kampagne gegen Migrationspakt
    https://derstandard.at/2000095627865/Wissenschafter-bestaetigen-Kampagne-gegen-Migrationspakt

    Forscher sehen eine internationale rechtsextreme Online-Diffamierung des Abkommens, bevor sich einzelne Staaten davon zurückzogen

    Im September letzten Jahres ging es richtig los. Da wurde ein Thema, über das in sozialen Medien zuvor nicht wirklich jemand Bescheid wusste oder debattiert wurde, auf rechtsextremen und verschwörungstheoretischen Seiten zum Thema: der UN-Migrationspakt, in dessen Verhandlung Österreich viele Monate intensiv eingebunden war.
    Forscher des Londoner Institute for Strategic Dialogue (ISD), eines Thinktanks, der sich auf die Erforschung extremistischer Bewegungen spezialisiert hat, und Wissenschafter der niederländischen Uni Tilburg analysierten tausende Daten über Aktivitäten aufseiten Rechtsextremer, Neonazis und Verschwörungstheoretiker sowie deren Beiträge auf Facebook, Twitter oder Youtube, wie die europäische Ausgabe des Magazins Politico berichtet.

    Die Rechten hatten Erfolg. Denn die Propaganda gegen den Pakt, der im Originaltitel “Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration” heißt und den Schutz von Migranten sicherstellen sollte, fand ihren Weg relativ ungehindert in den Mainstream. Sachliche Informationen zum Pakt suchten viele Menschen nämlich lange vergebens.

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