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    Erich Pekar
    Teilnehmer

    https://derstandard.at/2000093955046/EU-Gericht-oeffnet-Tor-fuer-Fahrverbote-gegen-neue-Euro-6

    Die EU-Kommission hätte die Grenzwerte für Euro-6-Diesel nicht aufweichen dürfen

    Fahrverbote für Diesel waren für Dieselfahrer das große Thema in diesem Jahr. Zahlreiche deutsche Städte haben solche beschlossen oder abschnittsweise bereits eingeführt. Betroffen sind ältere Modelle der Diesel-Abgasnormen Euro 1–5, in manchen Städten auch ältere Benziner. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) stärkt nun die Position der Städte im Kampf gegen Abgasbelastungen – und beschleunigt möglicherweise das Aus von Euro-6-Dieselautos.

    Hintergrund des Streits ist, dass die EU-Kommission bei der Einführung des neuen Abgastests RDE, der die Emissionen auf der Straße statt im Labor misst, die Grenzwerte nachträglich erhöht hatte. Statt der im Euro-6-Regelwerk vorgeschriebenen 80 Milligramm Stickstoffdioxid je Kilometer dürfen die Dieselautos für eine Übergangszeit 168 Milligramm und danach 120 Milligramm ausstoßen. Begründet hatte die Kommission das mit Messungenauigkeiten.

    Wenn die Autos mehr Stickoxid ausstoßen dürfen, macht es das für die Städte schwerer, die gesetzlichen Vorgaben zur Luftqualität einzuhalten. Paris, Madrid und Brüssel hatten in den vergangenen Jahren die Regeln für ihre Umweltzonen verschärft. Paris verfolgt sogar den Plan, ab 2024 gar keine Dieselautos mehr in die Stadt zu lassen.

    dazu einige Meuinungen  aus dem Forum im derstandard.at :

    In der ganzen Diskussion, trotz der praxisänlicheren Test, wird wieder verschwiegen, das die Grenzwerte nicht unter 8 Grad gelten und nicht über 25 oder 28 Grad Celsius.
    Somit wird jetzt im Winter wieder das 10 und 20 fache mehr ausgestoßen…

    oder

    Der Verbrenner ist überholt
    Wie sehen jetzt den verzweifelten Todeskampf einer erledigten Technologie. Die Generation die den endgültigen Abschied vom Verbrenner zur Befriedigung individueller Mobilitätsbedürfnisse erleben wird, ist schon im Kindergarten.

    Aber mit der verfügbaren Alternative “Elektromobilität” werden wir unsere Mobilitäts-“Bedürfnisse” sicher nicht mehr im gleichem Umfang wie bisher bedienen können – aber das will derzeit niemand öffentlich eingestehen.

    Es wird auch im Bereich der erneuerbaren Energien auf Entwicklungen – z.B. im Bereich der stationären Energiespeichr gehofft, die aller Vorraussicht nach nicht rechtzeitig  – und auch nicht halbwegs umweltverträglich – zur Verfügung stehen werden.
    Es werden immer wieder Hoffnunge geschürt – wie z.B. dem “Projekt der 100.000 Dächer”, die laut Bundeskanzler mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden sollen, deren Wirkung auf die gesamte österreichische Produktionskapazität für elekrische Enegie aber höchstens der eines Tropfens Wasser auf einem heissen Stein ensprechen wird :
    100.000 x 15 kWpeak ( ohnehin schon ein  überdurchschnittlich hoher Wert, verglichen mit heutigen Fotovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern) würde 1,5 GW Spitzenleistung (bei idealer unbeschatteter Ausrichtung der Solarpanele und ungetrübtem Sonnenschein) bereitstellen. Auf Dächern gibt es aber nur selten ideale Ausrichtung – vor allem nicht bei fehelender Nachführung der Panele entsprechend dem aktuellen Sonnenstand, bei Dunkelheit in der Nacht und auch bei Schlechtwetter gibt’s gar keine Produktion. Zu Berücksichtigung diese Effekte wird eine rein rechnerische Durschnittsleistung über den gesamten Tag von sicher noch zu hoch angesetzten 700 MW (von allen 100.000 Dächern gemeinsam ) angenommen.
    Rein rechnerisch  ergibt sich daraus nun  700 MW x 365 + 24 h = 6,132 TWh als theoretischer Maximalwert – wenn alle 365 Tage auch den ganzen Tag die Sonne scheinen würde. Und diese  – ohnehin nur rechnerischen – 6 TWh würden sicher nicht ausreichen, allein unsere derzeit ca. 5 Millionen PKW laufend mit Energie für ihren Betrieb zu versorgen, für den – bei unverändertem Verkehrsverhalten – zumindest 10 TWh jährlicher Energiebedarf anzusetzen sind.
    Selbst wenn wir die 100.00 Dächer (in sonnengünstiger Lage) auf 1 Million Dächer aufstocken könnten – und damit auf mehr als jedem 2 Gebäude in Österreich eine Fotovoltaikanlage mit zumindest 15 kWpeak Leistung montieren müssten – könnten wir damit “nur”61 TWh elektrische Energie – bzw. 95%  des derzeitigen Jahresverbrauches – ohne die zu erwartenden drastischen Verbrauchssteigerungen durch die Substitution fossiler Energieträger durch elektrische Energie – decken. Um Dunkelflauten (wenigstens die Nächte) überbrücken zu können, müssten aber alle diese Anlagen mit Emergiespeichern (Akkus) – mit ähnlicher und sogar größerer Kapazität, als jene in Elektrofahrzeugen, ausgestattet werden. Zur Vereinfachung wird hier eine Akku-Kapazität von 20 kWh angenommen und die Kosten mit 1.000 € je kW der Solaranlage (der Panele selbst) und 1.000 € je KWh Akku-Kapazität angenommen.
    Damit würden sich Kosten für die Beschaffung von ca 35.000 € (für Panele + Akku) + “aus dem Bauch” geschätzt für bauliche Adaptionen ( allenfalls Dachsanierung, geschützte Aufstellung des Akkus, Montage, … ) ca 10.000 €  also in Summe vermutlich 45.000 € je 15 kW-peak Anlage ergeben. Für 1 Million Solaranlagen auf den Dächern wären daher – als “Daumenpeilung”  – ca. 45 Mrd € (für 1 Million Fotovoltaikanlagen) durch die privaten Besitzer/Betreiber der Gebäude bzw der Solaranlagen auf den Dächern dieser Gebäude erforderlich und es erscheint sehr fraglich, ob solche Beiträge allein von diesen Gebäudeigentümern aufgebracht werden könnten.

Replies
  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 683
    #20965 |

    Sorry – falscher Beitrag in diesem  Forum , ist mir unabsichtlich hier hineingerutscht , kann ich selber aber nachträglich nicht mehr ändern.

    Bitte an die Admins  :
    Obigen Beitrag bitte nach “Allerlei”/ ” Klima: Forscher zweifeln am Erreichen des Zwei-Grad-Ziels” verschieben oder einfach löschen.

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