Digitales Amt

Finden Sie es auch mühsam …

  • Für Unterstützungserklärungen zur Kandidatur einer Partei extra aufs Gemeindeamt pilgern zu müssen. 
  • Dass die Einreichung von chefärztlichen Bewilligungen immer per Post retour gesendet werden?
  • Die Gebietskrankenkasse 5x nach der Kontonummer fragt, obwohl sie diese ohnehin kennt. 
Werner Illsinger
Werner Illsinger

Präsident und gleichzeitig Teamleiter Politik ist für das Thema bei uns verantwortlich.

E-Government bedeutet eine effiziente Verwaltung, bei der der Austausch mit Bürger_innen und Unternehmen mittels elektronischer Kommunikation, Internet und Mobilen Apps etc. möglichst einfach und unkompliziert umgesetzt wird.

 Dabei ist das Ziel, Amtswege vollständig digital umsetzen zu können. Das heißt, dass die Bürger bzw. die Unternehmen vom Antrag bis zur Erledigung nicht ins Amt kommen müssen. Das bedeutet aber in vielen Fällen auch, dass die Abwicklung im Amt effizienter werden muss und auch die internen Abläufe digitalisiert werden müssen. In Österreich werden alle E-Government Aktivitäten unter der Marke „digitales Österreich“ zusammengefasst.

Postitive Beispiele

Österreich war im Bereich des digitalen Amtes schon sehr gut unterwegs. Im Benchmarking der EU DESI – Digital Public Services 2019 sind wir jedoch auf Platz 12 zurückgefallen. 2017 waren wir hier noch auf Platz 5. Grund sind die rascheren Fortschritte in anderen Ländern, die dazu geführt haben, dass immer mehr Länder Österreich überholen. Hier ist das DESI 2019 Country Profile zu finden, welches die Situation in Österreich beschreibt.

  • Handy Signatur
    Mit der elektronischen Unterschrift werden viele E-Government Anwendungen erst möglich, da es in den meisten Fällen notwendig ist, sich dafür auszuweisen. Die Handy Signatur ist der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt und ermöglicht dadurch die elektronische Unterschrift auf Anträgen.
  • Finanz Online
    Mehr als 4,7 Millionen Personen nutzen Finanz Online, das international ausgezeichnete E-Government Flaggschiff Österreichs. Das wichtigste E-Government Portal der Finanzverwaltung steht kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung und bedarf keiner speziellen Software. Steuererklärungen sowie andere Anträge und Anbringen können jederzeit und bequem von zu Hause aus erledigt werden.
  • e-Estonia
    In E-Government Bereich ist Estland Vorreiter. Viele Services werden mittlerweile digital zur Verfügung gestellt, e-Estonia stellt die Informationen online zur Verfügung und zeigt, welche Dienste möglich sind.

Positive Auswirkungen

Die positiven Auswirkungen sind vielfach.

  • Die Bürger_innen können Amtswege bequem von zu Hause erledigen.
  • Durch das gebündelte Angebot von Serviceleistungen an einer Stelle erkennt der Bürger leichter welche Leistungen erbracht werden. 
  • Ämter können einfacher Serviceleistungen und Informationen anbieten. Dadurch wird das Amt als Dienstleister gesehen. 
  • Bürger_innen können leicht an Termine erinnert werden, damit nichts vergessen wird. 
  • Die Kommunikation mit dem Amt kann digital einfacher durchgeführt werden. Dadurch steigt die Bürgernähe. 

Der Weg zum digitalen Amt

Beim digitalen Amt geht es vor allem darum den Nutzer in den Mittelpunkt zu stellen, und das Amt kompromisslos an die Anforderungen des Nutzers zu orientieren und nicht bestehende Prozesse einfach zu digitalisieren. 

Dazu müssen Ämter mit den Bürgern sprechen und ihre Bedürfnisse verstehen. Danach müssen die Prozesse auf diese Bedürfnisse neu ausgerichtet werden. 

Erst danach kann man entscheiden, welche Technologien diese Prozesse bestmöglich unterstützen können. 

Forderungen der Digital Society

Die Ämter müssen intern digitalisiert werden

Digitalisierung bedeutet nicht die Verwendung von IT Systemen, sondern es bedeutet die Prozesse neu zu überdenken und an die Bedürfnisse der “Kunden” also der Bürger vollständig neu auszurichten. Die Entscheidung welche Technologie dann für die Umsetzung der Prozesse verwendet wird, kann erst danach getroffen werden. 

Besserer Bürgerservice

Die Bürger sollen den Staat als Service Center wahrnehmen können. Dazu gehört auch eine Kulturänderung. Das Verständnis des Bürgers als Bittsteller muss ersetzt werden durch eine kompromisslose Serviceorientierung. 
Technologie kann diesen Weg unterstützen, aber nicht das Midset der Beamten verändern.

One Stop Shop 

Dem Bürger/Der Bürgerin ist im Grunde egal, welche Stelle (Bund / Land / Gemeinden) für etwas zuständig ist. Er möchte sich damit nicht auseinandersetzen. 
E-Government Angebote müssen das daher für den/die Bürger_in transparent machen. 

Was wir unternehmen?

  • Wir kooperieren mit anderen Organisationen, die ähnliche Ziele verfolgen
  • Wir recherchieren und tragen Informationen zum Thema zusammen
  • Wir erzeugen ein Bewusstsein für die Probleme – mit Veranstaltungen wie unseren Digitalks
  • Wir erarbeiten Lösungen und zeigen positive Beispiele auf
  • Wir erhöhen mittels verschiedener Aktivitäten den Druck auf die Politik, endlich zu handeln

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