Technologienutzung

Ausstattung

Team Bildung

Die Digital Society hat an der Erstellung des im Herbst 2018 vorgelegten Grünbuchs “Digitaler Wandel und Politik” mitgearbeitet. Dort (S24ff) wird angeregt, alle Schulklassen mit Tablets und alle Schüler mit E-Mail-Adressen auszustatten. Die Idee ist prinzipiell gut, greift aber erheblich zu kurz.

Einer unserer Mitgliedsvereine (ClubComputer – damals noch unter dem Namen Personal Computer Club am TGM) hat sich bereits 1986 darum bemüht, HTL Schülern eine adäquate Ausstattung zu bieten und Schulen mit PCs auszustatten. Heutzutage sind wohl die meisten Schülerinnen und Schüler mit Computer, Laptop oder Tablet ausgestattet, jedoch stellt eine solche Anschaffung weiterhin für Familien eine finanzielle Belastung dar. Diese digitale Kluft gilt es zu schließen.

Zu bedenken ist, dass Computer, Laptops und Tablets nur Werkzeuge sind und noch nicht die Lösung. Die technische Entwicklung findet so rasant statt, dass Lehrinhalte kaum mehr Schritt halten können. Eine “bring your own device” (BYOD) Strategie (ggf. mit staatlicher Förderung) ist hier sicherlich zielführender als Leihtablets oder Notebooks in den Klassen.

Digitale Lehrinhalte

Eine große Menge an Lehrinhalten wird nur “analog” zur Verfügung gestellt. Es werden jährlich ca. 100 Mio. EUR aus dem FLAF (Familenlastenausgleichsfonds) in die Schulbuchaktion investiert. Würden Teile dieses Budgets dazu verwendet freie (im Sinne des Urheberrechts also “OER” Open Educational Resources) digitale Lernhilfen bereitzustellen, die auch laufend aktualisiert werden könnten – wäre auch in diesem Bereich ein großer Schritt vorwärts getan.

Neben den Lehrinhalten braucht es natürlich auch die entsprechenden digitalen Lehrsysteme um die Inhalte auch nutzen zu können.

Ort und Zeit

Ähnlich wie die Arbeitswelt unterliegt auch die Ausbildung einer Dezentralisierung. Man muss heute nicht mehr physisch an einen Ort gehen, um zu lernen. Digitale Dokumente und Videostreams bringen hochqualitative Lehrinhalte und Lehrende aus aller Welt zu jedem denkbaren Thema in jedes Klassenzimmer, aber auch in alle anderen Räumlichkeiten und schaffen die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler von überall her am Unterricht teilnehmen zu lassen.

Das physische Beisammensein bleibt wichtig und notwendig, um soziale Kontakte und Teamfähigkeit aufzubauen, nicht aber für den Transport von Wissen per se.

Unter diesen Aspekten ist zu überlegen, ob Schulgebäude diese Ansprüche noch optimal unterstützen.

Die Forderungen der Digital Society

Technlogische Grundlagen schaffen

Schulen brauchen vor allem richtiges Breitband Internet (wenn hunderte Schüler gleichzeitig im Internet Surfen benötigt das sehr viel Bandbreite). Zusätzlich benötigen Schüler natürlich auch eine vernünftige Ausrüstung (vor allem Notebooks). 

Die Schulgebäude der Zukunft müssen anders aussehen!

Neue digitale Technologien ermöglichen es von überall aus zu lernen. Der Lehrende muß nicht unbedingt im Klassenzimmer stehen, sondern es kann auch ein Spezialist von einem anderen Kontinent unterrichten. Müssen Schulgebäude der Zukunft nicht auch vollkommen andere Voraussetzungen erfüllen?

In digitale Lerninhalte investieren

Wir investieren noch immer Jahr für Jahr ca. 100 Mio € in 8,2 Millionen neue Schulbücher investiert. Wenn dieser Betrag jährlich in die Erstellung und Adaptierung digitaler Lerninhalte investiert werden würde, könnte mit diesem Betrag enorm viel bewegt werden.  

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