Ostern ist das Fest der Auferstehung Christi. Jesus Christus hat den Tod überwunden, Die Wahrheit ist stärker als die Lüge, die Gerechtigkeit siegt über das Unrecht, die Liebe triumphiert über den Hass.

Auch wenn man nicht tief Gläubig ist, einer ganz anderen Religion angehört, können wir aus diesem Fest etwas mitnehmen. Auch wir für unsere Idee der "Digital Society".

Die Welt wird wieder dunkler. Die Menschen fürchten sich - vor Jobverlust durch Migranten oder die Digitalisierung, vor Kriminalität, davor sich die grundlegenden Dinge des Lebens nicht leisten zu können. Die Politik hat auf viele Ängste keine passende Antwort - und Populisten haben großen Zulauf. Selbst die Regierungsparteien versuchen sich mit populistischen Aktivitäten zu übertrumpfen.

Die Menschen sind bereit, Errungenschaften - die durch unsere Vorfahren teils sehr langwierig und unter großen Opfern erkämpft wurden, aufzugeben. Wir leben - trotz Furcht vor Kriminalität - in einem der sichersten Ländern der Welt, mit einer der niedrigsten Kriminalitätsraten überhaupt. Trotzdem ruft ein großer Teil der Bevölkerung danach Grundrechte abzuschaffen, um gegen die Kriminalität vorzugehen. Unser Innenminister ruft also zum massiven Ausbau der Überwachung in Österreich auf.

Der Innenminister ruft nicht nur nach flächendeckender Überwachung, er ruft auch zur deutlichen Einschränkung der Demonstrationsrechte auf. Das Demonstrationsrecht würde missbraucht werden und Geschäften würde durch die Demonstrationen Schaden zugefügt werden. Der Innenminister kommt nicht selbst auf diese Ideen - sondern teile des Volkes finden diese Ideen gut. Man müsse den Rabauken die ständig den Ring blockieren doch endlich zeigen wo es lang geht.

Heute wird in der Türkei darüber abgestimmt, ob die Türkei in Zukunft eine Demokratie nach Vorbild Russlands wird, oder die Chance hat, zu einem Rechtsstaat zurückzukehren. In den USA regiert ein Präsident, der offen darüber sinniert, warum die USA keine Atomwaffen einsetzt. Er wirft die größte nicht nukleare Bombe "MOAB" über Afghanistan ab, und denkt über einen Erstschlag gegen Nordkorea nach.

Wenn wir diese Entwicklungen zu Ende denken, könnte am Ende dieser Entwicklungen stehen, dass auch demokratische legitimierte Regierungen sich Richtung totalitärer Staatsformen entwickeln. Wenn diese Staatsformen dann die digitalen Möglichkeiten ausschöpfen, dann war Honecker in der DDR mit seinem Ministerium für Staatssicherheit ein Amateurverein. Nach der Wende wurden 9 Millionen Karteikarten und 111 Kilometer Akten aufgefunden. Diese Informationen wurden in der DDR dazu verwendet, andersdenkende auszuschalten und keinerlei Opposition zuzulassen.

Im britischen Guardian wurde der Ex-NSA-Mathematiker William Binney am 14. Juni 2013 mit der Aussage zitiert, die Computer des Data Centers der NSA in Utah würden voraussichtlich eine Speicherrate von 20 Terabytes pro Minute leisten – das entspräche dem Gesamtbestand der Kongress-Bibliothek der Vereinigten Staaten (zweitgrößte Bibliothek der Welt mit 31 Millionen Büchern, 12 Millionen Fotos, etc.) jede Minute. Die NSA konnte also in einem einzigen Rechenzentrum den Inhalt der zweitgrößten Bibliothek der Welt innerhalb einer Minute speichern.
Man stelle sich nun einmal vor, was Honecker mit diesen technischen Methoden machen hätte können. Vermutlich wäre die gesamte DDR eingesperrt gewesen, weil jeder irgendwann einmal etwas falsches gesagt, getippt, gehört, oder im Internet gesucht hat.

Wir brauchen also mehr Licht in unserer Gesellschaft. Wir müssen uns für eine freie digitale Welt einsetzen, für die Grundrechte die unsere Vorfahren hart erkämpft haben und den Erhalt unserer freien und demokratische Gesellschaft.

Wenn wir das nicht tun, wer sonst?

Mach mit - werde Mitglied bei uns:
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Werner Illsinger

Präsident bei Digital Society
Die Vorteile der digitalen Technologien zu verbreiten und eine kritische Auseinandersetzung zu fördern, ist die Mission von Werner Illsinger seit er in den 80er Jahren die HTL für Nachrichtentechnik absolviert hat. Er hat einen der ersten Internet Provider in Österreich aufgebaut, hat Erfahrung im Vertrieb und Management bei internationalen Konzernen, davon 17 Jahre bei Microsoft. Er ist Geschäftsführer der Raiffeisen Informatik Consulting, Vorstandsmitglied von ClubComputer.at, Referent und Vortragender bei nationalen und internationalen Veranstaltungen und Konferenzen, Mitglied im nationalen Beirat für Informationsgesellschaft des Bundeskanzleramts,sowie Präsident der DigitalSociety.
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